In einem wichtigen Schritt zur Wiederbelebung der US-Atomindustrie verabschiedete der Kongress den Advance Act, ein Gesetz zur Vereinfachung der Vorschriften und zur Beschleunigung der Entwicklung der Nukleartechnologie. Dieses Gesetz erhielt parteiübergreifende Unterstützung und wurde mit der Unterstützung von Präsident Biden und 88 Senatoren verabschiedet. Kein Republikaner stimmte dagegen.
Das Hauptziel des Advance Act besteht darin, die Herausforderungen für den US-Atomsektor zu bewältigen, der einen Rückgang seiner Betriebszahlen verzeichnet. Da die meisten kommerziellen Reaktoren durchschnittlich 42 Jahre alt sind und viele kurz vor oder bereits über dem Rentenalter stehen, ist der Bedarf an neuen Entwicklungen dringend. Die kürzlich erfolgte Inbetriebnahme eines neuen Reaktors im Kraftwerk Vogtle in Georgia – der erste seit über drei Jahrzehnten – verdeutlichte die langsamen Fortschritte, die durch Verzögerungen und steigende Kosten bedingt sind.
Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Personalausstattung der Nuclear Regulatory Commission (NRC) zu erhöhen und das Genehmigungsverfahren zu vereinfachen. Er zielt darauf ab, die Gebühren für Unternehmen zu senken, die Genehmigung von Kernkraftwerken an stillgelegten Standorten fossiler Brennstoffe zu beschleunigen und das Genehmigungsverfahren für vorab geprüfte Reaktorentwürfe zu beschleunigen. Dies könnte potenziell Baukosten sparen und ehemalige Kohlekraftwerkssiedlungen revitalisieren.
Der Advance Act sieht zwar verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung der Atomindustrie vor, doch die Zukunft hängt maßgeblich von der Entwicklung und Vermarktung fortschrittlicher Nukleartechnologie ab. Obwohl frühere Projekte wie der NuScale-Reaktor in Idaho aufgrund von Kostenüberschreitungen abgesagt werden mussten, fördert das Gesetz kontinuierliche Innovation und internationale Wettbewerbsfähigkeit in der Nukleartechnologie.




