Das Energieministerium räumt ein, dass die Streichung von Fördergeldern für saubere Energie auf landespolitischen Erwägungen beruhte.

Juli 29, 2026
von CSN Staff

Das US-Energieministerium hat in einer Gerichtsakte eingeräumt, dass es im vergangenen Jahr 7.6 Milliarden Dollar an Fördermitteln für saubere Energie gestrichen hat, und zwar ausschließlich auf der Grundlage der Frage, ob die Empfängerstaaten demokratisch gewählt hatten.

Das US-Energieministerium hat eingeräumt, dass eine seiner größten Förderentscheidungen allein von politischen Erwägungen bestimmt wurde. In einer am 15. Juli datierten Erklärung gab das Ministerium an, die Streichung von 7.6 Milliarden Dollar an Fördermitteln für saubere Energie im vergangenen Jahr sei „ausschließlich auf der politischen Ausrichtung des jeweiligen Bundesstaates des Fördermittelempfängers“ beruht. New York Times Die Einreichung wurde erstmals am 24. Juli gemeldet.

Das US-Energieministerium (DOE) strich im Oktober 2025 223 Fördergelder für Projekte im Bereich saubere Energie. Alle diese Projekte befanden sich in Bundesstaaten, die bei der Wahl 2024 für die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris gestimmt hatten. Mehrere dieser Streichungen haben wurde vom Gericht aufgehoben.

Was in der Akte steht

In der Eingabe wurde eingeräumt, dass keine der Streichungen im Jahr 2025 auf „programmatischen, gesetzlichen, kostensenkenden oder leistungsbezogenen Faktoren“ beruhte. Das Ministerium erklärte, die Zuschüsse seien „ausschließlich aufgrund der politischen Ausrichtung des Bundesstaates des Zuschussempfängers vergeben worden, d. h. ob sich der Standort und/oder der Veranstaltungsort des Empfängers in einem demokratisch geprägten oder einem nicht demokratisch geprägten Bundesstaat befand“.

Das Energieministerium (DOE) gab diese Details preis, um das Beweisaufnahmeverfahren des Gerichts zu umgehen. Dieses Eingeständnis widerspricht früheren Aussagen, wonach die Projekte aus fachlichen Gründen eingestellt wurden.

Gegenreaktion der Abgeordneten

Demokratische Abgeordnete reagierten scharf. Die Abgeordnete Rosa DeLauro aus Connecticut nannte die Einreichung ein „erschreckendes Eingeständnis“, dass die Regierung „den Prozess der Vergabe von Bundesmitteln als Waffe einsetzt, um Menschen zu bestrafen, die nicht für Präsident Trump gestimmt haben“. Sie warnte davor, dass ein weitergehender Vorschlag dieses Vorgehen normalisieren könnte.

Der Sierra Club erklärte, er werde den Kampf gegen die seiner Ansicht nach „Vergeltungsagenda“ fortsetzen. Holly Bender, die Programmleiterin der Organisation, sagte, die Regierung gebe „dreist eine rachsüchtige Vorgehensweise“ zu, die Arbeitsplatzverluste, Luftverschmutzung und steigende Rechnungen ignoriere.

Ein umfassenderer Finanzierungskampf

Der Streit ist Teil einer umfassenderen Auseinandersetzung über Bundesmittel. Im Mai schlug das Office of Management and Budget (OMB) ein Verfahren vor, das den Behörden mehr Kontrolle über die Mittelvergabe einräumen soll. Die Abgeordnete Brittany Pettersen aus Colorado führte eine Koalition an, die das OMB zum Rückzug des Vorschlags aufforderte.

In einem Brief an OMB-Direktor Russell Vought erklärten die Abgeordneten, die Regelung würde Entscheidungen „von etablierten, neutralen Kriterien wegverlagern“ und es ernannten Beamten ermöglichen, selbst zu entscheiden, welche Gemeinden Unterstützung erhalten. Sie bezeichneten dies als einen deutlichen Bruch mit langjährigen Richtlinien.

Position des Energieministeriums

Ein Sprecher des Energieministeriums erklärte gegenüber der New York Times, dass eine erste Überprüfung der 2025 stornierten Fördergelder ohne politische Erwägungen abgeschlossen worden sei. Das Ministerium hat diese Darstellung nicht mit den Formulierungen in seiner eigenen Eingabe in Einklang gebracht.

Die Gerichte könnten die Frage klären. Richter haben bereits einige Streichungen aufgehoben, darunter im Juni gestrichene Fördermittel in Höhe von 82.1 Millionen Dollar. Weitere Klagen sind wahrscheinlich, da die Empfänger die Rechtmäßigkeit der Kürzungen überprüfen.