British Gas erprobt die Rückgewinnung der Wärme eines Rechenzentrums zur Warmwasserbereitung

3. April 2025
von CSN Staff

 

Ein neues Pilotprojekt zielt darauf ab, überschüssige Wärme aus Rechenzentren in eine nachhaltige Warmwasserversorgung für Haushalte umzuwandeln und so Familien möglicherweise Energiekosten zu sparen.

British Gas hat einen dreimonatigen Versuch gestartet, um die überschüssige Wärme von Rechenzentren zur Warmwasserbereitung für Haushalte zu nutzen. Das Pilotprojekt umfasst die Installation von Heizanlagen in den Wohnungen von zehn British-Gas-Mitarbeitern, die dank dieses innovativen Ansatzes kostenloses Warmwasser erhalten.

Das von heata entwickelte System nutzt eine kleine Recheneinheit, die mit einem Warmwasserspeicher verbunden ist. Sie verarbeitet Cloud-Daten und nutzt gleichzeitig die entstehende Abwärme zur Warmwasserbereitung. Jede dieser Einheiten kann täglich bis zu 4 kWh Warmwasser liefern, was dem durchschnittlichen Tagesverbrauch eines typischen Haushalts entspricht.

Chris Jordan, Mitgründer von heata, äußerte sich optimistisch über das Projekt: „Wir haben eine Lösung entwickelt, mit der wir die Abwärme von Cloud-Computing nutzen können, um Familien in unseren Gemeinden kostenlos mit Warmwasser zu versorgen.“ Er betonte die zunehmende Abhängigkeit von Rechenzentren und deren Bedeutung für den Einsatz künstlicher Intelligenz und anderer neuer Technologien.

Die finanziellen Auswirkungen des Versuchs lassen auf ein jährliches Einsparpotenzial von bis zu 340 Pfund für Haushalte durch den geringeren Stromverbrauch bei der Warmwasserbereitung schließen. Bei der Warmwasserbereitung mit Gas könnten Familien immer noch rund 120 Pfund pro Jahr einsparen.